Wenn der PC mal streikt, kommt der Mann
für Notfälle
Michael Wollny betreibt seit 1998 einen florierenden
Vor-Ort-Service
Wenn im Klärwerk in Unterburg ein wichtiger Rechner
nicht laufen will oder in der Hauptschule Ohligs ein PC streikt,
dann ist Michael Wollny (Foto) gefragt. Der 47-jährige gelernte
Kommunikations- und Datentechniker machte sich 1998 in Solingen
mit einem PC-vor-Ort-Service selbstständig. Damit ist er für
private wie für gewerbliche Computeranwender ein Mann für
gewisse Notfälle.
"Ich biete Vor-Ort-Service für Netzwerktechnik, Einzelsysteme
und Windows-Probleme", berichtet Wollny, der zuvor unter anderem
19 Jahre in leitender Funktion bei Philips gearbeitet hatte. Von
DOS bis Server-Installation reicht sein Angebot.
"Meine Privatkunden sind vielfach solche Leute, die sich im
IT-Bereich noch nicht so gut auskennen. Hauptsächlich rufen
sie mich wegen Windows-98-Problemen, die durch nicht sachgerechte
Installation entstehen", ist eine der gemachten Erfahrungen.
Im Bereich Hardware verlangen vor allem nicht funktionierende Festplatten,
defekte Modems und Speicherprobleme nach Wollnys Vor-Ort-Service.
721 Kunden, darunter auch solche in Essen, Köln und Düsseldorf,
hat der Mann für Computer-Notfälle mittlerweile bereits
in seinem Laptop gespeichert. 142 sind gewerbliche Kunden, wovon
wiederum 14 im öffentlichen Bereich arbeiten. "Ich hoffe,
mit Solingens Schulen noch stärker ins Geschäft zu kommen",
sagt Wollny. Allein letzte Woche haben sieben neue Privatkunden
seinen Service genutzt.
"Lieber zum teureren Qualitätsprodukt greifen als zum
Schnäppchen", ist ein Rat des Experten an alle Computerfreunde.
Rheinische Post 15.05.03
Theodor-Heuss-Realschule
hat sich von Solinger Firma ein Computer-Netzwerk aufbauen lassen
Elektronische Aufsicht selbst beim
Surfen
(RP). Die Schüler kommen wie gerufen. Während Joachim Blümer,
Leiter der Theodor-Heuss-Realschule, die Vorteile des neuen Computerraums
der Schule vorstellt, melden sich die vier zur Recherche an. Sie wollen
während der Biologie-Stunde mal eben ein Vollmond-Bild aus dem
Internet fischen. Aufsicht braucht es nicht. Lehrer Burkhard Langensiepen
kann zeitgleich am Computer im Bio-Raum verfolgen, was die Schüler
am Rechner andernorts treiben.
"Der Auftritt war nicht inszeniert", sagt Blümer und
lacht: "Es kommt aber immer öfter vor, dass die Schüler
etwas im Internet nachschauen, was direkt in die Stunde einfließt."
Zeitgemäßer Schulalltag dank moderner Technik, die im zurückliegenden
Jahr von der Solinger Firma "PC Vorort Service" und in Kooperation
mit der Stadt installiert worden ist. 45 000 Euro sind aus Landesmitteln
investiert worden, rund 25 000 allein für neue Rechner und Programme.
"Die VBS haben dazu erstklassige Komponenten geliefert",
lobt Leif Silberkuhl, der das Netz in monatelanger Arbeit installiert
hat.
Denn eine Komplettlösung sollte her, die aktueller Lernsoftware
genügt, die Möglichkeiten des Internets nutzen hilft und
zugleich ein Kommunikations-Netzwerk schafft, das betont benutzerfreundlich
zu sein habe. "Eine Kollegin hat mal gesagt: Ehe ich mit Schülern
in den Computerraum gehe, hacke ich mir lieber die Hand ab,"
erzählt Blümer. Berührungsängste galt es zu überwinden
- mittlerweile würden die Lücken im Belegungsplan für
den Computer-Raum schwinden.
Standards festlegen
Das ist wichtig, schließlich sollen alle Schüler gleichermaßen
fit werden im Umgang mit Multimedia. "Unser Konzept sieht vor,
dass wir Standards festlegen und fragen: Was muss ein Schüler
nach der zehnten Klasse am Computer können?", sagt Blümer.
Für die Wahl eines Partners beim Aufbau des Netzwerks sprach,
einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, der ein dem System-Vorbild
am Gymnasium Schwertstraße zumindest ähnliches Netz preiswerter
zu installieren in der Lage war.
Der PC-Service verspricht zudem rasche Hilfe - die freilich nur in
Ausnahmefällen nötig sein soll. Ansonsten soll das Netzwerk
auch von jenen Lehrern gepflegt werden können, die den "in
Sachen Computer hochkreativen Schülern", so Blümer,
unterlegen seien.
Auch für Sicherheit beim Surfen ist gesorgt: An jedem Monitor
im Hause ist abrufbar, was die Schüler machen. "Die Lehrer
können mit ihrer speziellen Zugangsberechtigung unbemerkt auf
jeden Computer zugreifen", erklärt Silberkuhl. Zu löschen
sei von den Schülern nichts.
Solinger Tageblatt vom 15. Mai 2003
Realschüler lernen jetzt
raketenschnell
An der Theodor-Heuss-Schule wurde für
45 000 Euro ein Computer-Netzwerk installiert
(tsch) Der "Große Bruder", der alles sieht, ist
in das Computer-Netzwerk der Theodor-Heuss-Schule gezogen: Der Lehrer
ist überall. Er kann von seinem Rechner aus verfolgen, was
die Schüler beispielsweise im Internet so treiben, er kann
mit ihnen via Bildschirm plaudern und im Zweifelsfalle auch die
fremde Maus bewegen.
Ein neues Netzwerk macht es möglich. Eine Komplettlösung,
wie sie in anderen Schulen installiert wurde, war nicht finanzierbar.
"Wir haben uns gefragt, ob wir so etwas nicht selber stricken
können", erinnert sich Schulleiter Joachim Blümer.
Dieses "selber" hat die Realschule dann in Form des PC
Vorort-Service von Michael Wollny gefunden. Leif Silberkuhl, Mitarbeiter
der Solinger Firma, hat das Konzept gemeinsam mit den Pädagogen
entwickelt und sogar für ein halbes Jahr sein Büro in
der Schule an der Felder Straße eingerichtet.
Insgesamt 45 000 Euro, hauptsächlich aus Landesmitteln, fließen
in die Medienerziehung der Realschüler. "Doch auch die
Kooperation mit dem Schulträger hat bestens funktioniert",
erklärt Blümer. Leif Silberkuhl ergänzt: "Beim
Umbau sind erstklassige Komponenten eingebaut worden. Das Netz ist
raketenschnell."
Das muss das Netz auch sein, schließlich sollen es 700 Lehrer
und Schüler nutzen können. Ebenso schnell können
Lehrer angelernt werden, wie Internetseiten für Schüler
gesperrt werden der neue Nutzergruppe eingerichtet werden können.